4 Bildungsfinanzierung

Investitionen in Bildung sind kostenintensiv. Ein vierter Strang der Bildungsökonomik behandelt daher Fragen der Finanzierung von Bildungsinvestitionen. Es existiert eine Vielzahl von politischen Optionen zur Finanzierung von Bildung und Ausbildung, die sich in einem Kontinuum zwischen staatlicher und marktwirtschaftlicher Finanzierung bewegen (vgl. z.B. Jimenez, Psacharopoulos und Tan 1986; Oosterbeek 1998; Wolter 2001). Diese Alternativen werfen Fragen auf bezüglich Gleichheit und Effizienz der öffentlichen Subventionierung von Bildung (Jimenez 1986). Die öffentliche Finanzierung führt dazu, dass der Umfang der Bildungsausgaben oftmals von lokalen politischen Entscheidungen abhängt (Falch und Rattsø 1999). Der Beweis, dass Wettbewerb positive Effekte auf das Bildungssystem hat, hat ebenfalls Auswirkungen auf die Effizienz der Finanzierung: Etliche Studien zeigen, dass Wettbewerb zwischen privaten und öffentlichen Schulen – zusammen mit einem großen Anteil an staatlicher Finanzierung für beide Schularten – das effektivste Bildungssystem hervorbringen (siehe z.B. Wößmann 2007). Bildungsnachweise sind ein angemessenes Werkzeug um finanzielle Unterstützungsmechanismen der Nachfrageseite auf allen Bildungsebenen einzuführen (siehe z.B. Messer und Wolter 2009). Die demographischen Strukturen – und vor allen ein größerer Anteil an älteren Menschen innerhalb der Bevölkerung – haben ebenfalls eine Auswirkung auf die öffentlichen Bildungshaushalte (siehe Cataneo und Wolter 2008). Psacharopoulos (2008) diskutiert die verschiedenen Finanzierungsmechanismen im höheren Bildungssektor.

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Referenzen

4a Öffentliche Finanzierung
4b Private Finanzierung (inkl. Studiengebühren)

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